|  Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) e.V.  |  www.oete.de  |   18.01.2020 - 18:09 Uhr


"Code of Conduct"

Vor über 20 Jahren wurde die Kampagne ECPAT (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes) begonnen. ECPAT will für das Problem Bewusstsein schaffen und appelliert an die Verantwortung der Reisenden und der Reisebranche. Die Arbeit von ECPAT wird von dem Grundsatz geleitet, dass jedes Kind Anspruch auf umfassenden Schutz vor allen Formen der kommerziellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs hat. ECPAT setzt sich dafür ein, dass die Ursachen von Missachtung aufgezeigt, Verstöße mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt und Rehabilitationsmaßnahmen für die geschädigten Kinder eingerichtet werden.

Ein Ergebnis des von ECPAT-International organisierten ersten Weltkongresses gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern in Stockholm (Schweden) im Jahr 1996 war dieser Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus (Code of conduct for the protection of children from sexual exploitation in travel and tourism). Er wird oft auch gebraucht unter der verkürzten englischen Version "Code of Conduct - CC". Als Beitrag der Reisebranche verstehend, liegt ihm die UN-Menschenrechtserklärung und die UN-Konvention über die Rechte des Kindes zugrunde.

Im Jahr 2001 hat auch der Deutsche ReiseVerband (DRV) e.V. als Vertreter von über 4200 Reiseveranstaltern und Reisebüros mit ECPAT Deutschland e.V. einen Kinderschutzkodex für die Reiseveranstalter vereinbart. Weltweit haben mehr als 1.200 Tourismusunternehmen und 42 Länder den Code of Conduct direkt unterzeichnet.

Weiterführende Informationen: www.thecode.org

"Global Code of Ethics"

In der  "Manila-Erklärung über die sozialen Auswirkungen des Tourismus" verpflichteten sich 1997 Weltspitzenvertreter von Regierungen und Tourismusindustrie auf die Formulierung eines "Global Code of Ethics for Tourism". Dieser wurde dann durch die Generalversammlung der Welttourismusorganisation (UNWTO) im Jahre 1999, und daraufhin im Jahr 2001 auch von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Er beinhaltet 10 Prinzipien, die sich mit der Bedeutung und Verantwortung eines weltweiten Tourismus befassen im Sinne einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Entwicklung. Um die Umsetzung des Kodex zu fördern, zu bewerten und zu überwachen wurde bei der UNWTO ein "Weltkomitee für Tourismusethik" besetzt mit internationalen Vertretern eingerichtet.

Weiterführende Informationen: www.unwto.org/ethics

Corporate Social Responsibility (CSR)

Mit der Teilnahme am Prozess der „Corporate Social Responsibility (CSR)“ verpflichten sich Unternehmen und Organisationen, über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus freiwillig soziale und ökologische Belange im Rahmen ihrer Unternehmenstätigkeit nach innen und außen besonders zu berücksichtigen. Auch Tourismusunternehmen engagieren sich hier bereits. Der Schwerpunkt dieser Maßnahme liegt derzeit noch in Europa.

Mit dem Siegel „CSR Tourism“ zeichnet die Initiative TourCert aus Stuttgart Reiseveranstalter, Reisebüros und Unterkünfte aus, welche erfolgreich ein CSR-Managementsystem einführen.

Weiterführende Informationen:

Corporate Social Responsibility: http://www.csr-in-deutschland.de/ueber-csr.html

TourCert: http://www.tourcert.org/index.php?id=tourcert&L=thpmudjgwrwjuzpl